Ein Handschlag dauert in der Regel drei bis vier Sekunden. Nicht länger. Und doch hat er enorme Wirkung bei Verhandlungen aller Art. Dazu gehören auch Bewerbungsgespräche: Laut Untersuchungen des Management-Professors Greg Stewart von der Universität von Iowa bekommt derjenige besonders häufig den Job, der schon beim ersten Händeschütteln einen guten Eindruck hinterlässt. Und der Handschlag sollte vor allem fest sein, besonders der von Frauen. So erzielten Sie Sympathiehöchstwerte!

Der Händedruck verstärkt positiven Eindruck

Im Laufe eines Lebens geben wir unseren Mitmenschen im Schnitt bis zu 15.000 Mal die Hand. Auch das haben Wissenschaftler einmal hochgerechnet. Die Aussagekraft – naja.

Der Handschlag ist aber jedenfalls eines der wesentlichsten Elemente für den ersten Eindruck. Er dient uns als wichtige Informationsquelle, um sich ein Urteil über einen anderen Menschen zu bilden. Studien von Florin und Sanda Dolcos, beide vom Beckman Institute, kamen gar zum Ergebnis: Der Handschlag verstärkt die positive Wirkung einer Person enorm. Als erste soziale Interaktion zwischen zwei Menschen aktiviert der Handschlag nachweislich diverse Hirnregionen – und zwar stärker als alle anderen verbalen Begrüßungsriten.

Händeschütteln führt zu fairen Verhandlungsergebnissen

Businessman offering a handshakeZu einem vergleichbaren Ergebnis kommt jetzt auch eine ganze Studienreihe von Francesca Gino, die das Thema schon seit geraumer Zeit an der Harvard Business School erforscht.

Es ging dabei um ein fiktives Immobiliengeschäft. Die Probanden übernahmen die Rollen von Käufer und Makler.

Allerdings hatten beide Seiten – wie im echten Leben – unterschiedliche Informationen über den Wert der Immobilie und dessen Entwicklung aufgrund von neuen Gesetzen.

Um es kurz zu machen: Erwartungsgemäß versuchten beide Seiten bei den Verhandlungen das Maximum für sich herauszuholen – zur Not auch, indem sie ihr Gegenüber belogen oder wichtige Informationen vorenthielten. Mit einem Unterschied: Gaben sich Käufer und Makler vorher die Hand, war das Verhandlungsergebnis jedes Mal fairer als wenn sie direkt ins Geschäft einstiegen.

Wenn Sie also das nächste Mal mit jemandem verhandeln oder sich bewerben: Investieren Sie zuvor in die drei Sekunden Händeschütteln. Es lohnt sich. Genau genommen ist es aber kein Schütteln, es ist nur ein kurzer Händedruck.

Companionship… und so funktioniert der „richtige“ Handschlag

Geben Sie Ihrem Gegenüber fest die Hand, die rechte wenn möglich. Drücken Sie fest zu, aber nicht zu fest. Die Handfläche sollte kühl und trocken sein. Idealerweise treffen sich beide Hände auf halber Höhe und werden dann drei Mal geschüttelt, nicht länger als drei Sekunden. Ganz wichtig: Sehen Sie Ihrem Gegenüber dabei in die Augen, nicht auf die Hand, und lächeln Sie dazu.

 

 

(Bildnachweis: Designed by Freepik und Fotolia)

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