Die Aufforderung zur Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch ist die Chance, selbst die Initiative zu ergreifen und gleichzeitig damit einer inneren Anspannung entgegen zu wirken. In einem Zeitrahmen von drei bis fünf Minuten hat man dann Zeit, sich von seiner besten Seite zu präsentieren. Wenn dies anfangs gut gelingt, räumen viele Personaler auch deutlich mehr Zeit dafür ein. Dabei geht es aber nicht darum, den Lebenslauf noch einmal chronologisch herunterzubeten. Es ist vielmehr die Möglichkeit, die eigenen Berufsstationen ausführlicher zu beleuchten und die beste Gelegenheit, eventuelle Lücken im CV zu erklären. Auch auf Gründe für etwaige Firmenwechsel kann man hier gut eingehen. Diese Kurzpräsentation eignet sich bestens dafür, bereits im Vorfeld vorbereitet und trainiert zu werden!

1. Lebenslauf nicht 1:1 nacherzählen

Der Personalist hat den CV bereits mit der Bewerbung erhalten und kennt den Inhalt.   Die Kurzvorstellung soll also die wichtigsten Stationen herauspicken und hervorheben. Berufliche Erfolge, wissenschaftliche Abschlussarbeiten, Schwerpunkte im Studium oder Auslandsaufenthalte. Wenn der Lebenslauf Lücken aufweist, ist dies ein guter Zeitpunkt, um sie zu begründen.

2. Auf Erwartungen des Arbeitgebers eingehen                                                                  

Bevor man als Bewerber munter drauf los erzählt, muss man sich einer Sache bewusst werden. Für den zukünftigen Arbeitgeber sind mitunter ganz andere Dinge wichtig, als für einen selbst. Wer sich selbst präsentiert, sollte also erzählen, was für den Arbeitgeber wichtig und bedeutend ist. Gehen Sie auf jene Berufsabschnitte ein, die für die Position wahrscheinlich interessant sind. Das bedeutet nicht, dass man andere Lebensstationen komplett aussparen muss. Aber die Selbstpräsentation soll natürlich auf den Endzweck ausgerichtet sein. Dieser ist natürlich, sich für den Arbeitgeber so attraktiv wie möglich darzustellen.

3. Spannenden Einstieg finden                                                                                            

Was einen auszeichnet und wofür man sich begeistert, kann man bereits im allerersten Satz nennen. Je mehr Beispiele, desto besser! Zeichnen Sie Bilder im Kopf Ihres Gesprächspartners! Jemand im künstlerisch-grafischen Bereich könnte zum Beispiel sagen: „Bereits mein Kinderzimmer war mit bunten Zeichnungen und Skizzen regelrecht zugepflastert. Die Begeisterung für Kreativität und Gestaltung begleitet mich schon mein ganzes Leben und führte schließlich auch zu meiner Ausbildung als Grafik-Designer.“

4. Mit Kompetenzen glänzen                                                                                              

Etwas über sich erzählen – da geht es natürlich auch darum, seine Kompetenzen ins richtige Licht zu rücken. Einerseits die fachlichen Kenntnisse, andererseits die sozialen Fähigkeiten. Um sich Klarheit darüber zu verschaffen, was man wirklich gut beherrscht, kann man im Vorfeld eine Liste anlegen oder alle Kompetenzen auf Kärtchen schreiben. Übrigens: Understatement ist hier fehl am Platz, aber heben Sie während Ihren Schilderungen nicht komplett ab!

5. Feedback einfordern                                                                                                        

Meist merkt man anhand der Reaktion seines Gesprächspartners ohnehin, ob man mit den eigenen Inhalten richtig liegt. Bei Unsicherheit darf man ruhig auch nachfragen: „Möchten Sie mehr über meine Masterarbeit zum Thema XYZ und meine Auslandssemester in ABC erfahren?“

Während der gesamten Selbstpräsentation sollte aber immer darauf geachtet werden, möglichst authentisch zu bleiben. Sollte Sie anfangs etwas angespannt sein, werden Sie sehen, dass im Zuge der Präsentation diese rasch abfällt und man dem Gegenüber ein gutes Bild von sich selbst vermittelt.

(Bildnachweis: Designed by Freepik )

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